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Der ehrenamtliche Einsatz vieler Menschen in Fördervereinen, Sportvereinen, Kirchen, Feuerwehren und viele andere selbstlose Aktivitäten zeigen, dass es eine große Bereitschaft gibt, sich gemeinnützig zu engagieren. Die Betätigungsfelder sind so unterschiedlich wie die Menschen in unserer Stadt. Diese Bereitschaft bietet ein enormes Potential, das wir für die Menschen in Bünde nutzen können.
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Ehrenpreis des Bürgermeisters |
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Im Jahr 2010 werde ich zum ersten Mal eine Auszeichnung für besonderes ehrenamtliches Engagement in Bünde verleihen. Damit wird eine Person, stellvertretend für eine gemeinnützige Organisation, geehrt. Sie erhält eine Urkunde, einen Blumenstrauß und zwei Freikarten für das Neujahrskonzert der Stadt Bünde. Die gemeinnützige Institution, für die die geehrte Person tätig ist, erhält aus meinen persönlichen privaten Mitteln einen Betrag in Höhe von 1.000,-- €.
Sollte die geehrte Person nicht für eine einzige gemeinnützige, mildtätige oder kirchliche Organisation im Sinne der §§ 52 bis 54 der Abgabenordnung tätig sein, kann sie die Organisation benennen, die den Betrag erhalten soll. Benannt werden können ausschließlich Organisationen, die durch Bescheid des Finanzamtes als besonders förderungswürdig im Sinne der §§ 51 ff. AO anerkannt sind. Vorschläge können von jedermann gemacht werden; die Auswahl werde ich treffen. Ein Rechtsanspruch auf die Zahlung besteht nicht. Der Preis kann auch gesplittet werden. Die Verleihung erfolgt zum Ende des Jahres.
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1. Bünder Ehrenpreis |
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Meine Wahl für den 1. Bünder Ehrenpreis fiel auf Frau Doris Clöer und den Kinderschutzbund Bünde.
In ihrer Funktion als 1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes Bünde engagiert sich Frau Clöer vorbildlich für Kinder und Familien in Bünde. Sie koordiniert dessen Verwaltung und übernimmt die Abstimmung mit Vorstand und Mitarbeitern.
Frau Doris Clöer verwaltet seit 12 Jahren das mittelgroße „Unternehmen“ in ihrer Freizeit - ehrenamtlich, unentgeltlich und neben ihrer beruflichen Tätigkeit. Zum Betreuungsangebot für Kinder gesellen sich Angebote für die ganze Familie:
• Sozial-pädagogische Beratung • Soziales Frühwarnsystem • Elternkurse • Mutter-Kind-Gruppe • Ausrichtung von Kinderfesten • Kleiderstube • Ausrichtung von Flohmärkten
Sie trägt die Verantwortung für die Finanzen und repräsentiert ansprechend den Deutschen Kinderschutzbund. Darüber hinaus pflegt sie kompetent und überzeugend bestehende und knüpft neue Kontakte.
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2. Bünder Ehrenpreis |
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Information der Stadt Bünde: Bitte hier klicken
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Einfach nur die Hand halten |
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Agnes Klausing für die Hospizgruppe mit Ehrenpreis des Bürgermeisters ausgezeichnet Von Rainer Grotjohann (Text und Foto) Bünde (BZ). Der von Bürgermeister Wolfgang Koch für außerordentliches ehrenamtliches Engagement gestiftete Ehrenpreis geht in diesem Jahr an die Hospizgruppe am Lukas-Krankenhaus. Bürgermeister Koch überreicht Agnes Klausing Blumen und Ehrenurkunde. Die 71-Jährige hat Krankenhaus-Pfarrer Hanno Paul sowie ihre Mitstreiterinnen Erika Wickenkamp, Helma Meier-Rau, Elsbeth Owermann, Ina Gaede, Brunhilde Distelhorst, Elisabeth Blaue, Marlies Schicke, Inge Breßer, Marie-Luise Hecker, Dorothea Cremer und Dörte Eckhoff mit ins Rathaus gebracht. Stellvertretend für die mehr als 40 Frauen und zwei Männer hat gestern Nachmittag Karola Klausing den Preis entgegen genommen. Er ist mit 1000 Euro dotiert und kommt aus der Privatschatulle des Bürgermeisters. Vor 15 Jahren ist die Hospizgruppe gegründet worden, hat in dieser Zeit etwa 100 wechselnde Mitglieder gehabt und knapp 700 Menschen auf dem Weg in den Tod begleitet. Dass dieser Weg menschenwürdig gestaltet wird, ist das Hauptanliegen der Gruppe. Aber auch die Entlastung von Angehörigen und die Enttabuisierung der Themen Tod und Sterben sind Ziele der Ehrenamtlichen im Alter von 35 bis 75 Jahren. Mit 71 Jahren gehört Agnes Klausing aus Rödinghausen zu den ältesten Frauen der Gruppe und zu den dienstältesten: Sie war von Anfang an dabei, hat etwa 50 Sterbebegleitungen hinter sich und bringt auch weiterhin die Kraft auf, diese Arbeit zu verrichten. »Wenn ein Mensch gestorben ist«, sagt die resolute Frau, »lasse ich das alles schon auf dem Weg vom Krankenhaus nach Hause hinter mir. Sonst könnte ich nicht weitermachen.« Was so abgebrüht klingt, ist die (Selbst-)Schutzhaltung eines mitfühlenden Menschen. Andere Mitarbeiterinnen der Gruppe haben andere Methoden und Wege, mit der psychischen Belastung fertig zu werden. Aber es hat in den vergangenen Jahren auch viele gegeben, die mit dem Erlebten eben nicht fertig geworden sind. |
Krankenhauspfarrer Hanno Paul: »Einige merken schon nach kurzer Zeit, dass sie sich überfordern. Aber es haben auch Helferinnen die Gruppe verlassen, die über lange Zeit aktiv dabei waren und nicht weitermachen konnten«. Die regelmäßigen Gruppentreffen helfen dabei, das Erlebte zu verarbeiten. Was allen Mitarbeiterinnen besonders schwer fällt, wenn sie einen jungen Menschen in der letzten Phase seines Lebens begleitet haben. Oder sie Abschied von jemandem nehmen müssen, den sie über Wochen oder Monate betreut haben. »Aber man wird auch beschenkt«, sagt eine der Frauen. »Die Sterbenden freuen sich, wenn wir kommen, wenn wir uns Zeit für sie nehmen.« Und dankbar sind auch die pflegenden Angehörigen, die für ein paar Stunden abschalten können. Sterbebegleitung findet nicht nur im Krankenhaus statt. Auch in den Altenheimen und daheim werden Todkranke aufgesucht. Wer noch reden will, tut dies. Anderen reicht es, wenn ihnen vorgelesen wird, wenn die Ehrenamtlichen nur still an ihrem Bett sitzen oder ihnen die Hand halten. »Das ist eine Arbeit, deren Wert nicht hoch genug eingeschätzt werden kann«, sagte Koch gestern bei einer kleinen Feierstunde im Rathaus. Ihm gehe es darum, das Ehrenamt hervorzuheben, nicht nur in der Form, dass einzelne Personen oder Organisationen ausgezeichnet würden. Er will mit dem Ehrenpreis Menschen motivieren, die bislang noch nicht ehrenamtlich tätig sind. Im vergangenen Jahr, als der Preis erstmals vergeben wurde, war Doris Cloer, Vorsitzende des Kinderschutzbundes, stellvertretend für ihre Organisation ausgezeichnet worden. Und wie Doris Cloer kann auch Agnes Klausing bald in der ersten Reihe sitzen - beim Neujahrskonzert der Stadt im Januar in der Stadthalle. Zwei Karten dazu hat ihr Wolfgang Koch gestern überreicht, mit einem Blumenstrauß und der Urkunde. Die ist von Kochs Tochter Julia gestaltet worden. Sie hat den Ehrenpreis gemalt, die gleichnamige Blume wohlgemerkt.
Artikel vom 06.12.2011
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Bürgermeister Koch überreicht Agnes Klausing Blumen und Ehrenurkunde. Die 71-Jährige hat Krankenhaus-Pfarrer Hanno Paul sowie ihre Mitstreiterinnen Erika Wickenkamp, Helma Meier-Rau, Elsbeth Owermann, Ina Gaede, Brunhilde Distelhorst, Elisabeth Blaue, Marlies Schicke, Inge Breßer, Marie-Luise Hecker, Dorothea Cremer und Dörte Eckhoff mit ins Rathaus gebracht.
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Ausgezeichnetes Ehrenamt |
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Bürgermeister Wolfgang Koch verleiht Ehrenpreis an Hospizgruppe am Lukas-Krankenhaus
VON ANNE WEBLER
Bünde. Die knapp 40 Mitglieder der Hospizgruppe begleiten Sterbende und ihre Angehörigen in den letzten Wochen, Stunden und Minuten ihres Lebens – und darüber hinaus. Für diese Arbeit hat Bürgermeister Wolfgang Koch der Gruppe gestern den Ehrenpreis für ehrenamtliches Engagement verliehen.
Dörte Eckhoff hat als Krankenschwester erlebt, wie Menschen alleine gestorben sind und dass in den letzten Stunden kaum jemand bei ihnen war. „Ich habe mir gewünscht, mehr Zeit für sie zu haben.“ Deshalb ist sie Mitglied in der Hospizgruppe des Lukas-Krankenhauses geworden. Die Gruppe arbeitet im Krankenhaus, in Altenheimen und bei den Menschen zu Hause.
Sie übernimmt keine Pflegedienste, sondern entlastet die Angehörigen und ermöglicht den Sterbenden ein würdiges Ende. Das kann darin bestehen, dass sie einfach nur da sind, am Bett sitzen, vielleicht die Hand halten. Zusammen ein Gebet sprechen, ein Lied singen. „Es geht darum zu spüren, was der Sterbende braucht“, sagt Eckhoff. Das lernen sie in den Einführungskursen, die jeder durchläuft, bevor er mit dem ersten Sterbenden konfrontiert werden. Zu spüren, was die Angehörigen brauchen. „Wenn wir da sind, können die Angehörigen mal eine Nacht durchschlafen.“ Sie können einkaufen gehen, zum Frisör.
„Die Begleitung reicht von nur ein paar Stunden, der Sterbesituation, bis zu mehreren Monaten“, sagt Pastor Hanno Paul, der die Hospizgruppe leitet. Ein Mann hatte seine Frau verloren und keine Angehörigen, die mit zur Beerdigung hätten kommen können. Ihn begleitete eine Mitarbeiterin der Hospizgruppe. Im Altenheim war jemand sehr unruhig und viel ruhiger, wenn jemand da war. |
Also saß 24 Stunden pro Tag ein Mitarbeiter der Hospizgruppe an seinem Bett. Manchmal wird ein Patient aus dem Krankenhaus entlassen, um zu sterben. Ihn oder sie begleitet ein Mitglied der Gruppe über Wochen, manchmal Monate.
Knapp 40 Frauen und zwei Männer engagieren sich in der Hospizgruppe. 650 bis 700 Menschen haben sie in 15 Jahren begleitet, 40 bis 50 Sterbende im Jahr. Mehr als 100 Leute haben die Gruppe durchlaufen und festgestellt, dass es für sie nichts ist, Sterbende zu begleiten. „Einige sagen nach zwei Mal: das hat mich an meine Grenzen gebracht, ich möchte nicht mehr, andere nach Jahren“, sagt Hanno Paul.
Jeden ersten Sonntag im Monat bietet die Gruppe das Wandern für Trauernde an. Im Schnitt gehen 15 Leute mit. Sie sind zwischen 40 und über 80 Jahre alt. Manche möchten über ihre Trauer reden, andere nicht. „Manche weinen einfach. Alle die mitlaufen verstehen das.“
„Sie machen eine Arbeit, die Kräfte verlangt“, sagt Wolfgang Koch. Die Sterbebegleitung sei eine Aufgabe, die „gar nicht hoch genug einzuschätzen ist“. Stellvertretend für die Gruppe überreichte Wolfgang Koch Agnes Klausing eine Urkunde und zwei Karten für das Neujahrskonzert der Stadt Bünde. 1.000 Euro aus seinem Privatvermögen hat er bereits überwiesen. „Mit dem Preis möchte ich das Ehrenamt hervorheben, um Menschen zu motivieren, sich auch ehrenamtlich zu engagieren.“ Koch hat die Auszeichnung im vergangenen Jahr ins Leben gerufen. Als erste ehrte er Doris Clöer, 1. Vorsitzende des Kinderschutzbundes Bünde, für ihr Engagement.
© 2011 Neue Westfälische 11 - Bünde, Dienstag 06. Dezember 2011
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Stellvertretend für alle: Bürgermeister Wolfgang Koch überreicht Agnes Klausing von der Hospizgruppe am Lukas-Krankenhaus eine Urkunde und Blumen für das ehrenamtliche Engagement der Gruppe. Klausing (71) ist seit 15 Jahren dabei. FOTO: GERALD DUNKEL
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Gute Ideen für Bünde Stiften gehen!
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