Günter Wieske und Horst Krumsiek testen Bünde auf Barrierefreiheit
Bünde (ue). Wie barrierefrei sind öffentliche Gebäude in Nordrhein Westfalen? Dieser Frage geht das Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales derzeit nach. Für einen Ratgeber haben Horst Krumsiek und Günter Wieske jetzt das Bünder Rathaus genau unter die Lupe genommen.
»Insgesamt steht das Bünder Rathaus in Sachen Barrierefreiheit ganz gut da«, sagt Günter Wieske. Gestern Vormittag besuchte er mit Horst Krumsiek, Vorsitzender des Rolli-Clubs Bünde, das Rathaus, um anhand eines Fragebogens vom Ministerium die Barrierefreiheit des 30 Jahre alten Gebäudes festzustellen. Kriterien waren da beispielsweise die Breite der Aufzüge, die Anzahl der Behindertenparkplätze oder auch die Bedienungsfreundlichkeit des Nummernautomaten im Bürgerbüro. Die Ergebnisse dieser Erhebungen sollen in Kürze auf der Internetseite des Ministeriums veröffentlicht werden und einen Service für Menschen mit Behinderungen bieten. Das Fazit von Horst Krumsiek, der selber auf den Rollstuhl angewiesen ist, fiel weitestgehend positiv aus: |
»Ein Rollstuhlfahrer kann sich ziemlich problemlos im Bünder Rathaus bewegen«, sagt er. Auch Toiletten und Türöffner sind behindertengerecht. Ein Manko: Die Aufzüge im Rathaus sind etwas schmal. »Mit einem breiten Rollstuhl kann man darum die oberen Etagen nicht erreichen«, bemängelt Krumsiek. Für Menschen mit Sehbehinderungen sei es allerdings schwieriger, sich im Rathaus zurechtzufinden. »Zum Beispiel fehlen an den Türöffnern Blindenzeichen«, sagt Wieske. Bürgermeister Wolfgang Koch ist dankbar für die Tipps, die Horst Krumsiek und Günter Wieske ihm geben und verspricht, kleinere Verbesserungen in Kürze vorzunehmen, wie zum Beispiel eine bessere Beschilderung der Aufzüge oder die Markierung der ersten und letzten Treppenstufen mit gelb/schwarzem Band. Neben dem Rathaus soll für das Ministerium auch ein Fragebogen für ein öffentliches Veranstaltungsgebäude ausgefüllt werden. »Wahrscheinlich werden wir in den nächsten Tagen den Bünder Stadtgarten stellvertretend für die Bünder Kulturstätten auf seine Barrierefreiheit testen«, sagt Horst Krumsiek. Artikel vom 24.01.2012
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