Bürgermeister Koch: »2012 wird ein gutes Jahr«

575 Besucher beim schwungvollen Neujahrskonzert der Nordwestdeutschen Philharmonie

Bünde (tis/rkl). Mit Zuversicht und neuen Ideen möchte die Stadt Bünde in das neue Jahr starten. Das hat Bürgermeister Wolfgang Koch vor Beginn des Neujahrskonzertes der Nordwestdeutschen Philharmonie im Stadtgarten betont.

Vor allem die Bildung solle erneut einen hohen Stellenwert haben. »Wir wollen weitere Kindergartenplätze schaffen. Auch der Standort der neuen Kindertagesstätte soll endgültig festgelegt werden«, sagte Wolfgang Koch in seiner Ansprache.
Daneben würde das Dobergmuseum in diesem Jahr eine wichtige Rolle spielen. »In der Vergangenheit hat es hitzige Diskussionen um die Renovierungsarbeiten gegeben. Nun ist das Museum aber endlich wieder eröffnet und schon jetzt zeichnet sich ab, dass es zu einem Besuchermagnet wird«. Bereits in den ersten Tagen hätten sich zahlreiche Gäste die neue Ausstellung angesehen.
Damit das auch künftig so bleibt, soll es im Mai ein großes Museumsfest anlässlich des 75. Geburtstags der Museumsinsel geben. »Daran anschließen sollen sich viele weitere Aktionen, die von der neu organisierten Stadtmarketinggesellschaft geplant werden«, sagte Koch.
Viele andere Festlichkeiten würden das Jahr 2012 bestimmen. So werde die Lebenshilfe 50 Jahre alt, die TG Ennigloh 120 Jahre alt und der BTW feiere sogar seinen 150. Geburtstag. »Das Jahr 2012 wird ein gutes Jahr werden. Ich bin mir zudem sicher, dass es auch wieder viele Menschen geben wird, die Verantwortung übernehmen und uneigennützig handeln werden«, betonte Koch
Neben den vielen Ehrenamtlichen, die sich stets für ihre Mitmenschen engagieren würden, lobte Koch insbesondere die ständige Einsatzbereitschaft von Polizei und Feuerwehr, die immer wieder für andere Menschen da gewesen seien.




»In diesem Jahr warten viele Aufgaben auf uns, aber gemeinsam werden wir sie anpacken«, schloss der Bürgermeister seine Rede ab, ehe er das Konzert der NWD einläutete. »Dazu kann ich Ihnen noch Folgendes versprechen: Garantiert wird kein Fuß ruhig bleiben.«
Damit sollte Wolfgang Koch recht behalten. Bereits nach wenigen Sekunden hatte das Orchester die 575 Besucher (so viele wie noch nie) in seinen Bann gezogen und sie mitgenommen auf eine musikalische Reise um die Welt.
»Ferne Welten - Walzerwelten« war das Konzert überschrieben, am Pult stand der junge Dirigent Kevin John Edusei. Er leitete nicht nur das Konzert mit eleganter Hand, sondern führte auch auf humorvolle Art durch das Programm.
Der Auftakt des Konzertes war mit Johann Strauß' Kaiser-Walzer noch vollkommen traditionell, ihm folgten Richard Rogers »Carousel-Waltz« und Aram Khachaturians Walzer aus der »Maskerade-Suite« mit viel Esprit und Schwung.
Dass die NWD auch als Begleiterin eines Jazz-Posaunisten ihre Qualitäten hat, wurde vor allem nach der Pause deutlich. Hier erklangen drei Kompositionen von Adrian Mears: Für die erste, eine Hommage an die Aboriginees, hatte sich Mears von Größen wie Herbie Hancock, Miles Davis, Olivier Messiaen und Claude Debussy inspirieren lassen. Besonders spannend war das Zusammenspiel von Orchester und Didgeridoo, ein traditionelles Instrument Australiens.
Zu den Höhepunkten des Konzertes gehörte seine jazzige Kurzfassung des »Karnevals der Tiere« von Saint-Saëns. Vor allem als Elefant begeisterte Mears die Zuhörer. Er ließ seine Posaune in den höchsten Tönen »trompeten« und stieß ein beängstigendes Gebrüll aus. Mit der abschließenden Vertonung des Goethe-Gedichtes »Der Zauberlehrling« durch Paul Dukas setzte die NWD einen brillanten Schlusspunkt.
Artikel vom 10.01.2012




Die Bläser standen bei vielen Kompositionen des Abends im Mittelpunkt. Fotos: Annika Tismer


07.01.2012 NW Bünder Tageblatt
10.01.2012 NW Bünder Tageblatt